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GLAUBE IM ALLTAG

Der Blick auf unser Leben

James_Steidl_Fotolia-ga1710-1Wenn man sich hin und wieder mit der eigenen Vergangenheit und Gegenwart beschäftigt, wundert man sich doch, wie alles gekommen ist. Wo wir stehen und was wir geworden sind, das ist wahrlich nicht immer von uns geplant oder bewusst gelenkt worden. Ich denke an meine Kindheit in einem Seitental des Schwarzwaldes zurück. Damals sagte ich zu meiner Mutter: »Ich werde niemals von hier weggehen.« Meine Mutter entgegnete mir: »Wer so redet, der geht am weitesten weg.« So ist es dann auch gekommen.

In der Heiligen Schrift lesen wir in Jes 55,8: »Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege.«

Wer könnte als Mensch sagen, Gottes Wege in allen Details zu verstehen? Wohl keiner würde wagen, das von sich zu behaupten. Manchmal hat man auch das Gefühl, Gottes Wege seien Umwege, wie das bei der Wüstenwanderung des Volkes Israel ja auch der Fall war. Durften wir aber nicht schon durch persönliche Erlebnisse sehen, wie unser himmlischer Vater alles wunderbar lenkt? Um das zu erleben, muss man sich oft über Jahre gedulden und durchhalten. Aber wurde dann nicht die Geduld reichlich belohnt?

Eines kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen: Das Beste, was wir tun können, ist das Vertrauen in Gott, unseren himmlischen Vater und seine Gesandten nie zu verlieren, komme, was da will. Wenn wir aufs Wort achten und dementsprechend handeln, werden wir nie ent-
täuscht.

Wenn ich auf mein Leben blicke, werde ich an ein schönes Puzzle-Spiel erinnert. Um all die Teilchen an den richtigen Platz zu bekommen, braucht man eine ganze Portion Geduld. Man weiß aber, dass schließlich jedes Teilchen seinen bestimmten Platz einnimmt. Man hat normalerweise eine gewisse Vorstellung, wie das fertige Bild auszusehen hat. Beim Zusammensetzen versucht man sich an den Farben, Rändern und Ecken zu orientieren und arbeitet sich so langsam vorwärts. Die Teilchen, die man noch nicht zuordnen kann, legt man vielleicht erst mal zur Seite, um sie im rechten Zeitpunkt richtig einzuordnen ...

 

UF-17-2010-wolfder ganze Apostelbrief von Fred Wolf ist nachzulesen in Unsere Familie Ausgabe 17, 5. September 2010. Apostel Fred Wolf  (49; Foto Mitte, NAK Mitteldeutschland) ist tätig für die Länder Thailand, Vietnam, Laos, Myanmar, Malaysia, Philippinen, Korea, Taiwan, Hong Kong und Singapur.