GLAUBE IM ALLTAG
Bauwerk zur Ehre Gottes
... Beeindruckt hat mich persönlich der Wiederaufbau der Frauenkirche in der Zeit von 1994 bis 2005. Unzählige direkte Helfer und Spender weltweit schufen die Voraussetzung, dass dieses beeindruckende Bauwerk neu erstrahlen konnte. Zerstört wird ein Bauwerk mitunter in Augenblicken. Wie mühevoll ist dann ein Wiederaufbau.
Dies lenkt meine Gedanken auf einen ganz anderen Bau hin. Apostel Petrus schreibt: »Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause …« (1.Petrus 2,5). Dieses geistliche Bauwerk beginnt mit einer sicheren Grundlegung. Der kluge Baumeister gräbt tief und legt den Grund auf den Felsen (siehe Lukas 6,48). Dies erfordert wesentlich mehr Aufwand, sichert aber ein Bestehen des Bauwerkes in den verschiedenen Verhältnissen.
Wie fest steht heute mein geistliches Haus, mein Glaubensgebäude? Ist es eine Wohnstätte des Heiligen Geistes? Dies sind Fragen, die uns persönlich immer wieder beschäftigen sollten. Wohnt in mir der Heilige Geist, dann zeigt sich dies in seinen Wesenszügen, wie sie in Galater 5,22 benannt sind. Ist das Fundament fest, kann ich Liebe auch dort erweisen, wo das menschliche Empfinden sagt: Es ist mir nicht möglich! Dann habe ich Freude als Grundhaltung der Seele auch in Trübsal und Bedrängnis, weil mir bewusst ist: Gott hat mich lieb und verlässt mich nicht.
Frieden schöpfe ich immer wieder aus dem, der den wahren Frieden gibt. Dies lässt mich als Friedensstifter auftreten, der immer wieder die Hand zur Versöhnung ausstrecken kann. Geduld bewahrt meinen Glauben auch in Zeiten der Bedrängnis und erhält die Hoffnung. Mit Güte und Sanftmut kann ich Schwächen des anderen tragen. Ich finde die Kraft in Verhältnissen, in denen ich angefochten werde, mich zu beherrschen.
Ein solches geistliches Haus widersteht allen Anfeindungen und ist wahrlich ein erstrahlendes Bauwerk zur Ehre Gottes.
der ganze Apostelbrief von Gerald Bimberg ist nachzulesen in Unsere Familie Ausgabe 24, 20. Dezember 2009