
Gottesdienst mit Smartphone-Support; Foto Aaron Amat / fotolia
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Die katholische Kirche würdigt auf ihrer Internetseite das Experiment eines evangelischen Geistlichen in München: den »blog-godi«, einen Gottesdienst mit Kommentaren auf Facebook.
Am Sonntag hat in der evangelischen Himmelsfahrtkirche von Pasing der vielleicht erste »Blog-Gottesdienst« stattgefunden. Die jungen Teilnehmer/innen waren gehalten, ihre Mobiltelefone (lautos) für die Interaktion zwischen Prediger und Zuhörer für Kommentare zu nutzen. Plattform war die Pinnwand auf Facebook. Die Idee zu diesem Experiment hatte laut Süddeutscher Zeitung Pfarrer Hans-Martin Köbler. Inspiriert worden sei er durch seine Konfirmanden, die während des Unterrichts nur ungern auf die Handynutzung verzichtet hätten.
Die Predigt des blog-godi von 20 Minuten sei auf 10 Minuten gekürzt worden, um den Usern Raum zu geben, die zahlreichen Kommentare auf den Mobilphones zu lesen und eigene hinzuzufügen. Hinter dem Altar war eine große Leinwand aufgebaut worden, damit die Kommunikation auch ohne Mobilphon nachvollziehbar würde.
Geistliche Argumente für den seltenen Gottesdienst gibt es einige. Zum einen sucht der Pfarrer auf diesem Weg nach neuen Formen der Spiritualität junger Menschen. Zudem hatte die Aktion einen pädagogischen Nebeneffekt. Katholisch.de berichtet, die Jugendleiterin hätte hinter dem Alter Platz genommen, um über ihren Laptop komplexe liturgische Elemente des Gottesdienstes in jugendgerechter Sprache zu beschreiben. Schließlich teilt Pfarrer Köbler der Süddeutschen mit, dass er auf diesem Weg junge Erwachsene zu erreichen sucht, die eine gewisse Kirchennähe hätten, Facebook nutzten, aber keine Gottesdienste besuchten. Der kreative Pfarrer selbst ist übrigens nicht auf Facebook unterwegs.
siehe katholisch.de
siehe Süddeutsche Zeitung
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