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2012: ein weiteres Jahr für den Dialog der Religionen

31. Januar 2012 - Pfaffenhofen/Moskau

Foto Alx / fotolia
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Auch im ersten Monat des Jahres 2012 bietet sich in Sachen Ökumene das bekannte Bild: Während die Christen an der Basis längst beieinandersitzen, tun sich die einen oder anderen Würdenträger an der Spitze damit etwas schwerer.

     In der Presse vom 30. Januar beispielsweise wird berichtet vom Neujahrsempfang der Religionen in Pfaffenhofen. Der Donaukurier hat unter anderem folgende Religionsvertreter ausgemacht: Joachim Roederer von der Freien Christengemeinde Lebendiges Wort, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Waltraud Daniel, Volker Stagge von der Neuapostolischen Kirche, Franz Schake von Hantelmann, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, die evangelisch-lutherische Pfarrerin Christiane Murner, Pfarrer Frank Faulhaber, Elka Neubauer, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde und Pastoralreferent Sepp Steinbüchle. Dazu Ebrem Sükrü, den Imam der türkisch-islamischen Gemeinde, sowie Vertreter der buddhistischen Gemeinschaft, des deutsch-albanischen und des Internationalen Kulturvereins und der Politik.

Die Zeitung zitiert den katholischen Stadtpfarrer Faulhaber, der mit Blick auf den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärte, Missachtung führe zur Katastrophe. Die Achtung vor dem anderen, vor seiner Religion, seiner Kultur und seinem Anderssein, so ist zu lesen, sei auch in den kirchlichen Gemeinschaften entscheidend. Als Lösungsansatz habe Pfarrer Faulhaber seinerseits Kardinal Franz König zitiert mit den Worten:

»Wir haben keine Geheimrezepte für das dritte Jahrtausend, wir müssen nichts Neues erfinden, sondern nur nicht aufhören, die alte Botschaft zu verkünden, weniger mit Worten als durch das liebevolle Zeugnis des Lebens.«

     Der katholische Nachrichtensender Domradio beklagt am 30. Januar 2012, dass ein Treffen zwischen dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. und dem römischen Kirchenoberhaupt Benedikt XVI. weiterhin unwahrscheinlich sei. Das Problem: Auf ein erstes Treffen zwischen den Oberhäuptern der russisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche wartet die Welt bereits seit mehr als 950 Jahren. Auf das Jahr 1054 datiert die Spaltung zwischen der Ost- und Westkirche zurück.

Immerhin, meint der Moskauer Patriarch laut Domradio, hätten sich die Beziehungen zwischen der russisch-orthodoxen und der katholischen Kirche merklich verbessert. So gebe es keine katholische Abwerbung orthodoxer Gläubiger mehr wie noch in den 1990er Jahren.

siehe Donaukurier

siehe Domradio

UF_gross_RZ-3-11-60Tipp Bischof Peter Johanning, Kirchensprecher der Neuapostolischen Kirche International, will am 1. März 2012 in der Neuapostolischen Kirche Herford über Möglichkeiten und Grenzen ökumenischer Aktivitäten der Neuapostolischen Kirche sprechen.