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»Sterben und Tod« als Thema der Sonntagsschule

22. Oktober 2011 - Frankfurt

Foto fotolia
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Die aktuelle Druckausgabe von »Unsere Familie« 20/2011 setzt die Reihe zum Thema »Wenn Kinder nach Sterben und Tod fragen« fort. Mit welchen Worten und anhand welcher Bilder kann Kindern das sensible Thema nähergebracht werden?

     In diesem Rahmen sind der Kirchenzeitschrift auch die folgenden Hinweise zum Thema »Sterben und Tod« in der Sonntagsschule zu entnehmen:

Der Glaube an Gott und seine Liebe sowie das in der neuapostolischen Kirche praktizierte Entschlafenenwesen geben uns Erwachsenen bei der Auseinandersetzung mit dem Thema »Sterben und Tod« Trost und Hoffnung. Das wollen wir den Kindern nicht vorenthalten. Nicht nur Eltern, sondern auch Lehrkräfte in der Sonntags- oder Vorsonntagsschule sind bemüht, den Kindern zu vermitteln: Bei Gott findet man Geborgenheit – im Leben und im Sterben.

Doch das gute Vorhaben kann unter Umständen mit einer frustrierenden Erfahrung für die eine Seite und mit angstvollen Bildern für die andere Seite enden. Damit dies nicht passiert, folgen einige Hilfestellungen und Anregungen für die Lehrkräfte.

Vor allem ist es hilfreich, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Todesvorstellungen altersbedingt die am Unterricht teilnehmenden Kinder haben (siehe Unsere Familie 18/2011).

Vorsonntagsschüler

Kinder bis sechs Jahre haben erst eine ganz begrenzte Vorstellung vom Sterben und Tod. Sie kennen zwar Wörter dafür, begreifen aber die Endgültigkeit des Todes nicht. Man sollte das Thema auch nicht ohne Anlass an die Kinder in diesem Alter herantragen. Bei konkreten Anlässen, wie z. B. der Tod eines Kindes in der Gemeinde, schadet es jedoch mehr, wenn man die Kinder ausgrenzt, als wenn man sie einbezieht.

In der Vorsonntagsschule lernen Kinder Gott und seinen Sohn als Helfer, Retter und Beschützer kennen. Selbst in den biblischen Geschichten, wo wir Erwachsene auch den Tod sehen, z. B. »Arche Noah« oder »David und Goliat«, steht für die Kinder der rettende und helfende Gott im Vordergrund. Aufgrund ihres Entwicklungsstandes sind die Kinder in diesem Alter noch nicht so weit, an das Nicht-Ausgesprochene zu denken.

Sonntagschüler

Mit den Sonntagsschülern kann das Thema »Sterben und Tod« durch biblische Geschichten angesprochen werden. Kinder im Grundschulalter stellen sich oft die Frage, was nach dem Tod geschieht. Sie haben auch sachliches Interesse an den Äußerlichkeiten des Todes, an den Todesursachen. Sie möchten möglichst alles genau wissen, verstehen trotzdem noch nicht alles und können Ängste entwickeln. Die Lehrkräfte sollten darauf eingestellt sein, dass Kinder Fragen stellen und dafür genügend Zeit einplanen, damit die Kinder nicht mit unbeantworteten Fragen aus dem Unterricht gehen. Grundsätzlich gelten für die Lehrkräfte dieselben Hinweise wie für Eltern, wenn sie mit den Kindern über Sterben und Tod sprechen.

Als Schlüssel zum Verständnis, was im Gottesdienst für Entschlafene geschieht, können die Lehrkräfte in der Sonntagsschule die Sakramente unserer Kirche erklären. Eine solche Herangehensweise an das Thema greift Erfahrungen der Kinder auf. Sie erkennen, dass die Seelen der Verstorbenen am Altar Gottes genauso wie Lebende Gnade finden können. sl/dg

siehe Unsere Familie Ausgabe 20, 20. Oktober 2011 und Hintergrundwissen bei UFonline

 

kalender-60Am 22. Oktober 2011 gedenkt die Musikwelt des Pianisten, Komponisten und Dirigenten Franz Liszt. Anlässlich seines 200. Geburtstags zeichnet auch die Kirchenzeitschrift Unsere Familie 20/2011 ein Porträt des in Raiding, Ungarn, geborenen Virtuosen. Neben 123 Klavierwerken hinterließ er 77 Lieder, 25 Orchesterwerke und 28 weltliche Chorwerke. Zu den wichtigsten geistlichen Werken gehören das Oratorium »Christus«, die »Missa solemnis« und die »Graner Messe«.