
NAK Zeulenroda am Abend; Foto NAK Mitteldeutschland
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Es ist schon etwas Besonderes, wenn sich eine Zeitung wie die Thüringer OTZ der Öffentlichkeitsarbeit der Neuapostolischen Kirche ihres Landes annimmt. Unter der Überschrift »Zeulenroda-Triebes öffnet sich zusehends« widmet die Zeitung der Kirche im Thüringer Schiefergebirge einen informativen Artikel.
In einem Bundesland, in dem zwei Drittel seiner Bewohner konfessionslos sind, finden die kleinen Kirchen nicht alltäglichen Zugang zu den großen Medien. Insbesondere nicht in dem Land der Wartburg von Eisenach, auf der Martin Luther bekanntlich die Bibel ins Deutsche übersetzte.
Die Öffnung der Zeitung für neuapostolisches Geschehen in Zeulenroda hängt offenbar zusammen mit der Öffnung der Kirche in Richtung Gesellschaft. »Etwa 120 Jahre lang lebten neuapostolische Gemeinden eher verborgen, seit Mitte der 80er-Jahre öffnen sie sich zusehends«, fasst die Zeitung ihre Beobachtungen zusammen. »Darin besteht unser Wandel, dass wir uns mit dieser Öffnung ganz anders in der Gesellschaft darstellen«, zitiert das Blatt Uwe Schneider, den Beauftragten Öffentlichkeitsarbeit für den Kirchenbezirk Plauen. Die Anklagen der Kirchenaussteiger aus den 80er- und 90er-Jahren weist Schneider für seinen aktuellen Verantwortungsbereich von sich: Ihm seien keine familiären oder kirchlichen Repressalien gegen Aussteiger bekannt. Der Umgang mit Andersdenkenden habe sich eben grundlegend geändert.
Dagegen stimmt die Zeitung ein Loblied an auf das ehrenamtliche Leistungsspektrum der Kirche für die Gemeinschaft: Jugendkreis, Sonntagsschule für Vorschulkinder, Religionsunterricht für ältere Kinder, Konfirmandenunterricht, Seniorennachmittage, Chorausfahrten und Freizeitwochenenden für Kinder, Gottesdienste für Hörgeschädigte in Gebärdensprache sowie im »Pflegeheim am Stausee«, das persönliche Gespräch über Glaubens- und Lebensfragen, der Beistand in schweren Lebenslagen und die Besuche der Seelsorger bei kranken und alten Menschen in Krankenhäusern und Heimen werden genannt.
siehe OTZ
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