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Pfarrer Dr. Michael Diener ist seit Anfang 2012 der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA). Die DEA versteht sich als ein freier Bund von Christen, die verschiedenen Kirchen, Gemeinden und Gruppen angehören. Ca. eine Million Christen sollen unter diesem Dach aktiv sein.
Dazu gehören regionale und Jugendverbände, theologische Ausbildungsstätten, Missionsgesellschaften und Diakonissen-Mutterhäuser. Mit dem Präses des Gnadauer Verbandes hat evangelisch.de gesprochen. Der Gnadauer Verband wiederum ist die Dachorganisation einer landeskirchlichen Gemeinschaftsbewegung. Und so waren die Fragen auch ausgerichtet auf die Vereinbarkeit landeskirchlicher und freikirchlicher Zielsetzungen.
Michael Diener glaubt, künftig für beide Lager, die Landes- und die Freikirchler, sprechen zu können. Zumal nicht die landeskirchliche Seite und schon gar nicht die Evangelikalen als »monolithische Blöcke« dastünden.
Überhaupt, so meint der neue DEA-Vorsitzende, sei das Verhältnis der beiden Lager inzwischen »unverkrampfter, vertrauensvoller und einfach geschwisterlicher geworden«. Diener hofft, eine schöne Vermittlerrolle spielen zu können, weil sein Gnadauer Verband als pietistisch gelten könne und damit landeskirchliche Elemente mit evangelikalen Aspekten verbinde. Die größten Differenzen resultieren nach seiner Beobachtung fast ausschließlich auf der gegenwartsbezogenen Auslegung der Heiligen Schrift. Das betreffe sowohl die geistliche Dimension, etwa das Verständnis des Sühnetodes Jesu, wie auch ethische Fragen, etwa den Umgang mit Fragen der Homosexualität.
Die Ausgabe 15/2009 von »Unsere Familie« hat den neuen Evangelikalismus vorgestellt. Demnach ist die Bibel für den Evangelikalismus in all ihren Teilen unterschiedslos »Wort Gottes«. Deshalb ist jedes Buch der Bibel gleichwertig mit jedem anderen Buch. Jedes Zitat ist geeignet, Glaubenssätze zu begründen, insofern ist die Bibel insgesamt autoritativ.
Den Ursprung der heutigen evangelikalen Bewegung beschreibt der Artikel im deutschen Pietismus, im Methodismus, der amerikanischen Erweckungsbewegung, der 1846 gegründeten Evangelischen Allianz sowie in der um 1900 entstandenen Pfingstbewegung. Der heutige Evangelikalismus gründet nicht auf der lutherischen, sondern auf der reformierten Tradition, die von den Schweizer Reformatoren Zwingli und Calvin ausgeht.
mehr in Unsere Familie Ausgabe 15, 5. August 2009 und hier
siehe evangelisch.de
siehe Evangelische Allianz in Deutschland
siehe Gnadauer Gemeinschaftsverband
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