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Chile nach Beben: Selbsthilfe statt Soforthilfe

2. März 2010 - Concepción

Grafik puck / fotolia
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Bezirksapostel Norberto Passuni, Leiter der Neuapostolischen Kirche in Chile, teilt mit, dass sich die Kirche an den Hilfsmaßnahmen für die Erdbebenopfer des Landes beteiligen werde, meldet NAK International, Zürich. Man wolle aber damit warten, bis sich die verschärfte Lage etwas entspannt habe.

Momentan sei die Umsetzung von Hilfsmaßnahmen sehr schwierig, so der Kirchenleiter aus Südamerika. Die Zahl der registrierten Todesopfer durch den Erdstoß der Stärke 8,8 liegt derzeit bei 723. Von zwei Millionen zerstörten Wohnungen ist die Rede, die Infrastruktur insbesondere der Großstädte ist komplett zusammengebrochen. Im Süden des Landes sind weite Küstenbereiche durch große Flutwellen verwüstet, ganze Ortschaften sind ausgelöscht.

In der neben der Hauptstadt Santiago besonders betroffenen Küstenstadt Concepción haben unterdessen Schießereien zwischen bewaffneten Bürgerwehren, Plünderern und dem Militär weitere Opfer gefordert. Immer mehr Menschen sehen ihre Überlebenschance in der Plünderung zerstörter Kaufhäuser und Märkte. Wasser und Lebensmittel seien bislang nicht in ausreichender Menge eingetroffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem südamerikanischen Land ebenfalls Hilfe beim Wiederaufbau zugesagt, teilt Vize-Regierungssprecherin Sabine Heimbach in Berlin mit. Doch »je mehr Zeit vergeht, desto mehr schlechte Nachrichten werden wir bekommen«, wird Innenminister Edmundo Pérez Yoma zitiert.

 

siehe FAZ

siehe Tagesschau

siehe evangelisch.de

siehe NAK International