Sie befinden sich: UNSERE FAMILIE ONLINE NACHRICHTEN
Deutsch | English | Français

»An ihren Werken sollt ihr sie erkennen«

6. Februar 2012 - Carson City

Buch Mormon; Foto sl/BV
Buch Mormon; Foto sl/BV
vergrößern

Vor mehr als vier Wochen berichtete UFonline: »Mormone gewinnt Vorwahl zur Präsidentschaftskandidatur«. Seitdem ist Mitt Romney zum wahrscheinlichen Herausforderer Obamas für das Amt des Präsidenten der USA avanciert. Und nicht nur die Kirchenpresse allein hat jetzt ein Auge auf den christlichen Hintergrund des Multimillionärs geworfen.

     Zwar halte Romney nach eigenen Aussagen an der strikten Trennung von Kirche und Staat fest, ist in der »Welt« zu lesen. Sein wirtschaftlicher Erfolg und seine Bemerkungen über die Armen seines Landes aber lassen aufhorchen. Die »Welt« hat jetzt Prominente aus Wirtschaftskreisen zusammengestellt, denen eine Mormonennähe attestiert wird. »Kirche der Manager« ist zu lesen, oder » Viele Mormonen sind beruflich schwer erfolgreich«. Auch die »Wirtschaftswoche« riskiert einen Blick auf die Zusammenhänge zwischen Kapital und Religion in den USA und titelt gar: »Das geheimnisvolle Imperium der Mormonen«.

Denn nicht nur wirtschaftlich, auch politisch gelten die Mormonen in den USA als erfolgreich. Im US-Kongress seien sie überrepräsentiert.

Auch die Vorwahl von Nevada gewinnt der Ex-Gouverneur von Massachusetts mit großem Abstand. Als Vater von fünf Kindern bedient er mit seiner Weltsicht offensichtlich insbesondere das konservative Klientel. Dabei bekennen sich nur sieben Prozent der Bewohner Nevadas zur »Church of Jesus Christ of Latter-day Saints«, so der offizielle Kirchenname der Mormonen.

Landesweit rechnet die »Wirtschaftswoche« mit sechs Milliarden Dollar jährlich für die Kirche, ausgehend von einer Opferabgabe von 10 Prozent des Einkommens der Gläubigen.

Wer sich in drei Minuten mit der Entstehungsgeschichte des Buchs Mormon auseinandersetzen will, dem sei ein englischsprachiger Videoclip auf YouTube empfohlen. Das Buch Mormon gilt den Gläubigen dieser Kirche nämlich als unverzichtbare Ergänzung zur Heiligen Schrift.

YouTube

Mit Blick auf die aktuellen Präsidentschaftswahlen sei ausnahmsweise nicht aus der Heiligen Schrift, sondern aus diesem Buch Mormon zitiert (Moroni, Kapitel 7, die Verse 5 und 10):

»Denn ich denke an das Wort Gottes, das da lautet: an ihren Werken sollt ihr sie erkennen, denn wenn ihre Werke gut sind, dann sind auch sie gut. Darum kann ein Mensch, der böse ist, nicht das tun, was gut ist; auch gibt er keine gute Gabe.«


siehe die »Welt«:

Mitt Romney folgt der "Kirche der Manager"

Ein Mormone für die Mormonen

siehe Wirtschaftswoche

siehe UFonline

UF_gross_RZ-3-11-60Tipp Die aktuelle Ausgabe von spirit 01/2012 befasst sich mit der Taufe für Verstorbene, die nicht nur in der Neuapostolischen Kirche, sondern auch bei den Mormonen gepflegt wird. Im Kirchenmagazin wird erläutert, dass diese Option insbesondere jenen Menschen gilt, die zu Lebzeiten nicht von Gott und/oder Jesus Christus erfahren haben. Für den Mormonen sei die Taufe auch Verstorbener Ausdruck der Liebe Gottes und unverzichtbarer Teil seines »Plans zur Erlösung der Menschheit«. spirit-Recherchen zufolge gibt es in Deutschland 167 Gemeinden der »Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage«, in der Schweiz sollen es derzeit 36 und in Österreich 17 Gemeinden sein.