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ZUM GELEIT

Frei werden zur Hilfe

UF02-2012_Bergpanorama-1Der Prophet Sacharja sprach einst im Auftrag des Herrn zum Volk Gottes damaliger Zeit: »So will ich euch erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt. Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände!« Wenn in der Bibel von »erlösen« die Rede ist, schwingt damit meist auch die Bedeutung von frei machen und befreien mit. In diesem Bibelwort wird auf einen Zusammenhang hingewiesen, der eigentlich, wenn man darüber nachdenkt, ganz selbstverständlich ist: Wenn man für andere ein Segen sein will und Hilfe bereiten möchte, dann muss man zunächst einmal selbst erlöst sein, also frei werden. Wenn man selbst gebunden ist, kann man keine Hilfe bereiten, wenn man selbst am Ertrinken ist, kann man nicht einen anderen retten.

Lassen wir uns zunächst einmal erlösen und frei machen von all dem, was dem Wirken Gottes im Wege stehen könnte. Wir wollen frei werden von allen Lasten, frei werden von allem, was uns beschwert. Der Friede Gottes möge jedes Herz ausfüllen und alles andere möge in den Hintergrund treten: alle Eigensucht, auch alle Eigenwilligkeit. Wir wollen auch frei werden von den Gedanken an unser eigenes Leid, das manches Mal uns sicherlich niederdrückt und belastet. Aber um wirklich helfen zu können, um ein Segen zu sein für andere, wollen wir das alles hinten anstellen. Wir wollen uns ganz diesem Dienst an anderen hingeben und miteinander ein Segen sein. Wir wollen uns auch befreien lassen von Vorurteilen. Es gibt viele Vorurteile auf dieser Welt. Wenn irgendjemand in eine bestimmte Gruppe hineingehört, hat man von vornherein Vorbehalte, dann hat man sofort beklemmende Gefühle. All das soll beiseitegetan werden. Wir wollen ein Segen sein und wollen uns dazu erlösen, uns frei machen lassen ...


mehr von Stammapostel Wilhelm Leber »Zum Geleit« in Unsere Familie Ausgabe 02, 20. Februar 2012 und im Downloadcenter (Foto Volker Wille / fotolia)