ZUM GELEIT
Vorbild Hanna
Von der Prophetin Hanna wird berichtet, dass sie nicht vom Tempel wich und Gott diente mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Wenn Hanna in dieser Weise tätig sein konnte zu ihrer Zeit, dann mag das auch heute für uns möglich sein. Ich verstehe das geistig: Wir wollen das Gotteshaus zum Zentrum unseres geistigen Lebens machen. Dass wir dabei auch unseren natürlichen Dingen nachgehen müssen, liegt auf der Hand. Aber was unser Seelenleben anbelangt, da wollen wir nie weichen vom Tempel. Das bedeutet, dass wir die Gottesdienste auskaufen und immer wieder die Gnade suchen. Wir wollen auch die Gemeinschaft anstreben und uns in der Gemeinschaft bewegen. Wenn sich Schwierigkeiten auftun, dann kämpfen wir darum, dass sich die Dinge ändern und wieder Friede und Freude einzieht.
Hanna diente Gott Tag und Nacht, das heißt immer. Wir dienen Gott, wenn wir einander dienen. Wir dienen Gott, wenn wir dazu beitragen, dass das Haus Gottes seinem Zweck auch in Zukunft dient. Wenn der Chor dient, ist das ein Dienst für Gott. Wenn an der Kirche die äußeren Anlagen gepflegt werden und in der Kirche der Altar geschmückt wird, ist das ein Dienst für Gott.
Wenn die Brüder die Geschwister begrüßen, der Priester an den Altar tritt, dient er Gott. Jeder kann dienen, nämlich dem anderen und damit Gott. Wenn wir einander begrüßen, einander helfen und beistehen, Verständnis füreinander haben, ist das ein wunderbarer Dienst für Gott ...
aus einem Gottesdienst des Stammapostels Wilhelm Leber, abgedruckt in Unsere Familie Ausgabe 24, 20. Dezember 2009 (Foto Joachim Schickedanz)
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zur Hanna als Prophetin siehe Wissen und Lehre 24/09