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Fromm - ein Wort im Wandel

Im Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ sagt die Mama zum Konrad: „Sei hübsch ordentlich und fromm, bis nach Haus ich wieder komm’.“ Die Heilige Schrift spricht von einer anderen „Frömmigkeit“: Sie sagt über Simeon: „… und dieser Mann war fromm und gottesfürchtig“. In beiden Fällen steht „fromm“ und meint doch nicht das Gleiche.
Foto: Bettina Neubauer

Einige Wörter aus dem religiösen Bereich haben einen Bedeutungswandel vollzogen oder geraten in Bedeutungslosigkeit. „Fromm“ ist eines davon.


Schauen sie sich mal um: Wen würden Sie als „fromm“ bezeichnen? Gibt es überhaupt jemand, der in Ihren Augen „fromm“ ist? Sie selbst vielleicht?


In der deutschen Alltagssprache gibt es heute nur wenige Redewendungen, in denen „fromm“ auftaucht. So etwa in dem gestelzt klingenden etwas zu „Nutz und Frommen“ eines anderen tun.

Dagegen ist uns „ein frommer Wunsch” geläufig. Damit drücken wir aus, dass es schön wäre, wenn das Gewünschte einträte, wir es aber für unwahrscheinlich halten.

Mehr dazu unter „Christ sein heute“ in: Unsere Familie Nr. 6 vom 20. März 2017